IKIRU: Post-TSUNAMI

© 西條嘉吉, SAIJÔ Kakichi
© 野町和嘉, NOMACHI Kazuyoshi
© 熊谷岩奇, KUMAGAI Iwaki
© 有田勉, ARITA Tsutomu
© 上田聡, UEDA Satoshi
© 橋本紘二, HASHIMOTO Koji

Die Exponate werden aus Anlass der 11. Gmundner Fototage gezeigt.

Ausstellungsorte

Rathaus Gmunden
Rathausplatz 1
A-4810 Gmunden
 
Volkskreditbank
Theatergasse
A-4810 Gmunden

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Das japanische Wort IKIRU bedeutet ins Deutsche übersetzt „Wir überleben!“

Die Japan Professional Photographers Society (JPS) hat dieses Motto zum Thema ihrer neuesten Ausstellung gewählt und präsentiert Photographien, die im Laufe des ersten Jahres nach der Dreifachkatastrophe von Tsunami, Erdbeben und Atom-GAU im Nordosten Japans am 11. März 2011 entstanden sind. Mit der Ausstellung und dem begleitend erschienenen Photoband möchte die JPS einen Beitrag zum Wiederaufbau der geschädigten Region leisten. Die Exponate wurden erstmals zum Jahrestag im März 2012 in Tôkyô und anschließend in der Stadt Sendai gezeigt, die besonders schwer von den verheerenden Ereignissen betroffen ist.

Inhaltlich gliedert sich die Ausstellung in die drei Kapitel „Die Katastrophe“, „Unsere Heimat“ und „Wir überleben“. In eindringlicher Weise legen die Aufnahmen Zeugnis davon ab, wie die Menschen ihre Ängste und Sorgen versuchen zu überwinden und mit aller Kraft danach streben, einen Weg zurück in die Lebensnormalität zu finden.

„Die Katastrophe“ zeigt Photographien, die von Bewohnern der Region stammen und die Schrecken des Tsunami dokumentieren.

Die Aufnahmen des Teils „Unsere Heimat“ sind vor dem 11. März 2011 entstanden und vermitteln ein lebendiges Bild von dem Leben, das die Menschen früher geführt haben. Mehr noch als eine Sammlung von Aufzeichnungen aus der Vergangenheit sind sie eine wertvolle Hilfe, das wahre Ausmaß der Katastrophe zu begreifen. Zahlreiche Aufnahmen sind Abzüge von Negativen oder Filmen, die später in vom Tsunami fortgespülten Kisten gefunden wurden.

Das Herzstück der Ausstellung bildet das Kapitel „Wir überleben“. Es zeigt die schwierigen Bedingungen, unter denen die Menschen im vergangenen Jahr gelitten haben und ihre unermüdlichen Bemühungen, wieder Stück für Stück zum Alltagsleben zurückzukehren.

Diese Ausstellung wurde als erste Station außerhalb Japans im September 2012 auf der PHOTOKINA, und anschließend im Oktober und November im Japanischen Kulturinstitut in Köln gezeigt. Nach Gmunden wird sie im Juni und Juli diesen Jahres im Kunstverein Talstraße in Halle a.d. Saale, und ab Oktober im Theodor-Zink-Museum in Kaiserslautern präsentiert werden.

Veranstalter in Gmunden: Japan Professional Photographers Society, Japanisches Kulturinsitut, Köln und Gmundner Fototage.

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Die Japan Professional Photographers Society wurde im Jahr 1950 gegründet und zählt gegenwärtig etwa 1.700 Mitglieder, ihr Präsident ist Tanuma Takeyoshi. Ursprünglich wurde die Gesellschaft mit dem Ziel gegründet, die Rechte und den Status von professionellen Photographen zu wahren, so dass man sich besonders den Themen Copyright-Schutz, dem Austausch zwischen den Mitgliedern und der Förderung des internationalen Austauschs widmete.

Darüber hinaus initiiert und organisiert die JPS seit vielen Jahren Ausstellungen, die sich mit der Geschichte der Photographie in Japan beschäftigen und bringt Publikationen zum gleichen Thema heraus, um das Bewusstsein in der Öffentlichkeit zu schärfen und Photographie als Kunstform vorzustellen.

Schließlich vergibt die JPS den Japan Professional Photographers Award an Einzelpersonen oder Gruppen, die herausragende Beiträge zur Entwicklung neuer Technologien im Photosektor geleistet haben und engagiert sich seit 2005 mit der Vergabe des Yônosuke Natori Photographic Award an junge Talente um die Förderung des Nachwuchses.