KAGURA - MASKENTÄNZE UND MUSIK DER SHINTÔ-FESTE VON NOBEOKA (KYÛSHÛ, JAPAN)

Unzählig sind die Götter, die im Shintoismus, Japans Volksreligion verehrt werden. Sie gelten als Personifikationen der Natur- und Lebenskräfte, denen man regelmäßig mit fröhlichen Kagura-Festen am Shintô-Schrein huldigt. "Kagura" bedeutet soviel wie "Unterhaltung der Götter": Die Götter werden zum Fest eingeladen, mit Speise und Trank bewirtet, mit Tanz und Musik erfreut und schließlich wieder verabschiedet. Maskenspiele stellen die altjapanischen Göttermythen dar. Flöten, Trommeln und andere Schlaginstrumente sorgen für eine mitreißende Begleitmusik. Auch die Zuschauer werden bei dieser Begegnung mit den Göttern in die Darbietungen mit einbezogen, bei denen Ritual und Spektakel, Ernst und Komik sich in einer eigentümlichen Mischung verbinden. Am Ende des Festes kehren alle von den Göttern gesegnet in ihren Alltag zurück.

Die Präfektur Miyazaki auf der südjapanischen Insel Kyûshû ist bekannt für ihre reiche Kagura-Tradition. In der Umgebung der Stadt Nobeoka haben sich 1970 mehrere Kagura-Ensembles zusammengeschlossen, um alljährlich im Herbst das Jôzan-Kagura (Kagura am Burgberg) zu präsentieren. Eine Abordnung dieser Ensembles mit etwa 25 Musikern und Tänzern wird bei ihrer ersten Auslandsreise auch Köln besuchen und ein Programm ausgewählter Maskenspiele und Tänze vorstellen.

Veranstaltungsort:  Freilichtbühne am Aachener Weiher
(bei Regen im Saal des Japanischen Kulturinstituts, Universitätsstr. 98)

Die Veranstaltung findet im Rahmen der Reihe "Sommer Köln 2003" (25.7.-14.9.2003) und in Kooperation mit der SK Stiftung Kultur und der Stadt Köln vertreten durch Kulturamt und Köln Tourismus statt.