DER MOMENT ZIEHT KREISE - EVA-MARIA SCHÖN UND NANAÉ SUZUKI

DIALOGAUSSTELLUNG

  • Nanaé Suzuki  

Anfänglich als Malerin tätig, entwickelte Nanaé Suzuki ihr Interesse für Performance und intermediale Kunst in den Spätsiebzigern und experimentierte in diesen Bereichen, nachdem sie nach Europa übergesiedelt war. Durch diese Erfahrungen ergab sich der Zugang zu raumbezogenen Arbeiten und Objekten.Parallel zur Thematik Vogelperspektive befassen sich andere Arbeiten von ihr mit Themen wie Eingreifen in den Ort und die Zeit, Verwandeln und Tarnen. Auf dem Experimentierfeld zwischen den Medien Malerei und Fotografie bewegen sich ihre neueren Arbeiten. Sie beschäftigen sich mit subjektiv-dokumentarischen Aufnahmen von realen und fiktiven Orten und Räumlichkeiten, die sich mal als Stadtansichten, mal als Gesichter darstellen.Eine weitere Arbeit zeigt Makro-Fotografien von Szenen, die aus einem Arrangement von teils figurativen Bildausschnitten, Materialoberflächen und optisch reflektierenden und verzerrenden Elementen bestehen und damit eine Mehrzahl von Schichten und Blicken in sich vereinen.

  • Eva-Maria Schön

SPACHTELSTRICHE VON LINKS NACH RECHTS, Ausquetschen von (etwas) Farbe, Durchblick wie durch eine Glasscheibe, Konzentrat, das einem Foto ähnelt, und das Foto ähnelt einer Situation, die man schon einmal gesehen hat - wiedererkennen.
Im Spachtelstrich wird auf die einfachste Weise sichtbar, was in einem Tropfen steckt, wenn er flachgedrückt wird und dabei das Papier, den Träger, noch mit abbildet. Die Bewegung und der Druck, der aus der Hand kommt und in die Finger geht, gibt dem Strich die Richtung, der Farbe die Dichte.